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Die Nacht, in der ich starb

Ich zittere immer noch. Was war das bloß gerade?!

Ich habe mich also schlafen gelegt und konnte auch endlich mal einschlafen. Ich habe geträumt...ich saß im Auto, mit meinen echten Eltern. Wir hörten so eine Kinderkassette. Ich sang mit. Dann lautes Hupen und grelles Licht...überall Blut...ich bin voll davon, es läuft warm an meinen Händen runter...ich schreie, ich schreie...doch da ist keiner...ich rufe nach Mama und Papa, aber die bewegen sich nicht....auf dem Kopf....Blut überall...und dann war es auf einmal schwarz und ich war in meinem alten Kinderzimmer und da war er....er hielt mich fest und ich konnte nichts tun...nur schreien und der Schmerz zwischen meinen Beinen wird unerträglich! Ich will nur weg.....WEG!!!!

Ich bin aufgewacht und habe geweint, mein Hals tat weh vom Schreien, mein großer Bruder stand neben mir und meinte nur:"Sally, alles okay? Soll ich Mama holen?" Ich habe nur den Kopf geschüttelt und dachte ich werde jeden Moment zerfließen oder so. Ich machte also das Licht an und hatte so ein Gefühl als hätte ich ins Bett gepinkelt. Ich fing noch mehr an zu weinen bis mein Bruder sagte:"....Sal....ist....das BLUT?!" Ich schaute an mir herunter...zwischen meinen Beinen war ein rießiger Blutfleck...alles war durchweicht und es lief mir die Beine runter. Ich starre auf das Blut bis ich mich übergeben musste...ich lief zum Klo (und hinterließ blutige Fußspuren) und übergab mich, so sehr, dass ich dachte meine Speiseröhre reißt gleich.

Mein Bruder kam nur verwirrt rein und meinte: " Eigentlich meinte ich das Blut, dass aus deiner Nase läuft...ich hol Mama!" Er ging blass aus dem Bad und dann sah ich im Spiegel, dass mir auch Blut aus der Nase läuft.

Was zur Hölle war das?! Nicht meine Tage, damit bin ich durch. Mir tut immer noch alles weh, meine Stimme ist weg, mein Kopf plazt und ich habe Krämpfe im Unterleib. Ich habe alles in die Waschmaschine gepackt

...mal sehen, wie viel ich diese Nacht retten kann....

Naja, dann also doch Mathehausaufgaben, den Schlafen kann man vergessen. Nach der Schule erstmal zum Arzt.

So viel Blut...so viel rot....

23.9.08 22:53


Gespräch mit S. (bevor ich gleich ins Bett gehen werde)

S. Hast du schon Hausaufgaben gemacht?

I. Nein, die mach ich nahcts, wenn ich nicht schlafen kann.

S. achso! Naja, ich wollte am Samstag shoppen, kommst du mit? Wir können ja auch in so Möbelläden reinschauen, du brauchst Kerzen oder so für dein Zimmer. Bilder. Und so...

I. Ich soll mit? Ich hab keine Ahnung von Mode, sorry

S. Ich auch nicht, und? Danach können wir dann schön essen gehen!

I. Ja, wenn du möchtest gerne.

S. Hast du heute L. (ein Junge aus meiner Klasse) gesehen, die neuen Haare stehen ihm.

I. Bestimmt.....sag mal wie ist das so....so glücklich zu sein und so...zufrieden?

S.Ach, man gewöhnt sich daran...naja, muss jetzt mal Mathe machen Wir sehen uns ja morgen! Bye :-*

 

Wie kann man denn nur so glücklich sein? Egal, ich hab zum ertsen Mal seit Jahren Pläne für einen Samstag...mit einer anderen Person...wow....naja, bin dann mal im Bett.

23.9.08 20:13


Chapter Five: Die herrschende Selbsterkenntnis

Ich war neun Jahre alt und hatte keine Freunde. Ich ging zur Schule und über meinem Kopf stand wohl groß geschrieben: Hasse, quäle und demütige mich!!! Dieser Aufforderung folgen dann wohl auch alle. Blaue Flecken, Rotze in den Haare und so weiter. Sobald ich durch die Tür ins Haus ging, wechselte das Schild zu: Bitte misshandle, vergewaltige und demütige mich!!! Das hat mein Adoptivvater dann auch gerne gemacht. Und ich verstand nichts von alle dem.

Dann zu meinem zehnten Geburtstag bekamm ich eine Art Spieluhr mit Ballerinas, die im Kreis zur Mondscheinsonate tanzten (meine Adoptivmutter mochte mich, war aber blind wie es scheint). All die kleinen Plastikballerinas tanzen fröhlich im Kreis...nur eine nicht, sie zuckte nur, weil ihr Zahnrad kaputt war.

Genau da wurde mir klar: Das bin ich.

23.9.08 19:04


Essen mit T.

Schule war ganz okay. Nicht besonderes soweit. Als ich dann aber zum Bus wollte habe ich T. getroffen. Er war erstaunt und wir haben über die Schule geredet und dann meinte er ich sehe ja sehr blass aus und abgenommen habe ich wohl auch. In meinem Köpf durchstöberte ich, was ich gegessen habe...von Samstag bis zu dem Zeitpunkt: Muffin, Kekse, Cola. Naja, Diätfutter ist das nun nicht. Er wollte mich zum Essen einladen. Ich hatte keinen Hunger. "Dann zum Trinken, komm schon, Sal!" Also habe ich Kaffee getrunken und Wasser. Er erzählte mir vom Studium und so. Ich fand das alles ziemlich komisch, ich saß da und wusste nicht, was ich tun sollte. Wir sind dann zu ihm und hatten Sex, ich bin dann nach Hause und habe gerade eine SMS von ihm bekommen: "Blau steht dir nicht, rot wär besser." Dies bezog sich auf meine Unterwäsche. Ich bin erneut verwirrt.

S. hat mir ihre ICQ-Nummer gegeben..."vielleicht können wir uns ja nochmal treffen.."

Bald ist mein Bett da und so. Weiter bin ich aber noch nicht wirklich.  Mit nichts. Gehe jetzt mit dem Hund raus.

Mein Leben..such a bore...hehe, da ken ich einen guten Reim zu...

23.9.08 18:45


S.

Sie geht in meine Klasse und ist 16 (wie die meisten in meiner Klasse). Sie hat mir das ganze Schulzeug gebracht und mir gesagt, sie findet die Wände sehr schön. Wir haben dann zusammen die Möbelkataloge durchgesehen und ie hat mir Tipps gegeben. Ich hab ihr Kekse, Chips, Saft und Cola angeboten. Sie mochte meine Kekse und trank viel Apfelsaft. Sie ist nett, aber ich bilde mir nun nicht ein, wir seien Freunde oder so. Mein Vater fährt sie gerade nach Hause, weil es für den Bus zu spät ist. Ich sitze hier und rauche wieder. ich sitze hier und esse Kekse. Ich sitze hier und trinke Cola. Ich sitze hier und lächle.

Meine Mutter hat mich gefargt, ob ich nicht doch Medikamente nehmen will. Nein, nicht solange es noch ohne geht, mehr oder minder. Man sollte erwähnen sie ist eine Professorin der Psychologie, aber sie benimmt sich nicht, wie meine Psychiaterin, zu der ich morgen wieder muss.

Hoffentlich kann ich schlafen.

22.9.08 22:57


Ein kleines Licht names S.????

Ich war also zuhause und damit ich mich weniger nutzlos und wertlos fühle, habe ich meinem kleinen Bruder wieder bei den Hausaufgaben geholfen, da klingelte das Telefon. Es war S. (ein anderes Mädchen aus meiner Klasse), sie meinte, sie habe die Unterlagen für den heutigen Tag für mich mitgenommen. Sie wollte wissen, wo ich wohne, dann könnte sie das vorbeibringen. Ich konnte kaum sprechen, so überrascht war ich! Es stellte sich dann heraus, dass ihre Oma hier in der Nähe wohnt und sie nun um neun vorbeikommen will, damit ich nichts verpasse in der Schule.

Ich habe dann also meine Mutter angerufen und ihr alles erzählt. Sie meinte, es sei okay mit der Schule und das S. ja nett zu sein scheint. Sie erwähnte ich könnte jeder Zeit auf Hausunterricht umsteigen, wenn es zu viel wird. Aber ich will ja normal leben, trotzdem sehr lieb von ihr.

Nun stehe ich hier im Zimmer...es ist so leer,irgendwie peinlich. Ich glaube ich backe Kekse oder so...das macht man doch so? Oder soll ich was kaufen? Ich bin verwirrt...ein Mädchen...bei mir zuhause....das hatte ich das letzte Mal vor 12 Jahren...wie ist man noch mal nett und gastfreundlich?

22.9.08 16:55


Zwischen Algorithmen und Kotze

Im Schulbus habe ich es wieder gespürt, mir wurde so schlecht mit einem Mal. Ich habe so sehr versucht, das zurück zu halten. Ich wollte mich nicht vor all denen übergeben. Sowieso nervt es mich, dass mein Körper das macht! Ich hab total Angst langfristige Schäden davon zu tragen, aber ich kann es ja nicht stoppen.

Glücklicherweise konnte ich es dann doch noch verhindern und war ich auch schon endlich in der Schule!

Nach der ersten Stunde (Mathe) wollte meine Klassenlehrerin mit mir reden. Super, noch so ein "du armes Opfer-Gespräch". Sie fragte mich dann, ob ich mich denn wohl fühle und so. Ich hasse sowas. Ich habe meinen Namen geändert, die Stadt...sogar die Haarfarbe und trotzdem bin ich immer noch das misshandelte Mädchen. Ich sagte nur okay und so. Ich zitterte. Ich spürte es schon wieder in meinem Magen hochkommen.

Ich rannte also schnell zum Klo und musste mich übergeben, und als ich weinend und zitternd über der Kloschüssel hing, hörte ich J. Stimme (ein Mädchen aus meiner Klasse): Wieso ist die eigentlich so fett, wo sie doch nur am Kotzen ist?

Ich hatte das Gefühl, als würden sich meine Augen einfach wegrollen und ich sah nur noch schwarz. Ich rannte raus, einfach weg...bis ich zuahuse war (Das ganze Lauftraining hat sich ja gelohnt?!). Ich habe die Schule verpasst, ich fühle mich so schlecht...immer wieder in alte Muster fallen.

Wie ich gerade auf meinem Handy sehe, hat mich T. angerufen.

Strick oder Pillen? Messer oder Waffe? Versuchen oder verkriechen?

Ich weiß es nicht.

 

22.9.08 14:54


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